Zwangsheirat: Inder verspielt seine Tochter

Zwangsheirat: Inder verspielt seine Tochter

Zwangsheirat: Inder verspielt seine Tochter
Für viele Menschen in der westlichen Welt sind arrangierte Ehen schwer zu begreifen. Viele sind empört darüber, dass vielerorts an völlig veralteten Traditionen festgehalten wird. Doch es ist Realität, dass an vielen Orten dieser Welt Kinder zwangsverheiratet werden – und das oft schon im Kindesalter. In Indien kam es nun zu einem Fall, der im Westen für Entsetzen sorgte: Ein Mann hat die Ehe mit seiner 13-jährigen Tochter bei einem Glücksspiel eingesetzt. Lokale Medien aus dem Ostindischen Malda berichten, dass ein zwanghafter Spieler aus der Gegend um das Dorf Krishnapur-Buritala durch einen verschrobenen, aber offenbar verbitterten „Kampf“ mit seinem Nachbarn all seine Besitztümer verloren hatte. Doch aufgeben wollte der Mann nicht, er soll während einer Runde des Würfelspiels „Mahabharata“ um die Zukunft seiner Tochter gespielt haben. Er soll darum gespielt haben, das Kind mit einem doppelt so alten Mann zu verheiraten. Die Wette soll angeblich im Beisein des Dorfältesten abgegeben worden sein, der offenbar nichts dagegen einzuwenden hatte. Es soll sich sogar ein großes Publikum gebildet haben, um dabei zuzusehen, wie ein Mann mit dem Leben seiner Tochter spielt. Aus seinen bisherigen Verlusten hat der Inder offenbar nichts gelernt, er soll sogar schon sein Land eingesetzt – und verloren haben. Kurz nachdem der Sieger bestimmt worden war, sollen die beiden Familien sich zu Verhandlungen zusammengesetzt haben und als Hochzeitstermin den 22. Januar 2014 vereinbart haben. Ein kurzer  Zeitraum, der mögliche Einwände so gut wie unmöglich machen soll. Eine überstürzte Verlobungsfeier fand etwa eine Woche nach dem Glücksspiel statt. Die Dorfbewohner sowie beide Familien waren anwesend. „Ich werde tun, was am besten für meine Tochter ist.“, soll der unglückliche Spieler und aus westlicher Sicht zweifelhafte Vater Parimal Mandal gesagt haben. Unmittelbar nach der Verlobung wurde die 13-jährige nicht mehr zur Schule geschickt, obwohl sie eine gute Schülerin gewesen sein soll. Tatsächlich war sie während der von ihrem Vater abgeschlossenen Wette gerade in der Schule und wusste nichts von den Taten ihres Vaters. Doch es scheint als ob das letzte Wort in diesem unglaublichen Fall noch nicht gesprochen sei. Offizielle sollen nun in das Dorf reisen, um den Fall zu überprüfen und zu versuchen, die Eheschließung zu verhindern. Von Seiten der Offiziellen heißt es: „In keiner Weise darf diese Hochzeit stattfinden.“ Man wolle den Familien erklären, welche Probleme und rechtliche Schwierigkeiten eine Kinderheirat mit sich bringen. Bleibt zu hoffen, dass die ganze Sache für das Mädchen gut ausgeht und der Vater es beim nächsten Spiel vielleicht einmal mit seiner eigenen Zukunft als Wetteinsatz versucht.