43 Mio-Jackpot geknackt | „Software-Fehler“ – Spielbank verweigert Auszahlung

43 Mio-Jackpot geknackt | „Software-Fehler“ – Spielbank verweigert Auszahlung
43 Mio-Jackpot geknackt | „Software-Fehler“ – Spielbank verweigert Auszahlung Was muss das für ein Gefühl sein? Der Schweizer Spieler Behar Merlaku knackte am 26.März diesen Jahres im Casino Bregenz in Österreich an einem Spielautomaten den Jackpot, zumindest dachte er das und konnte sein Glück kaum fassen – sagenhafte 43 Millionen Euro. „Die Musik ging an und die Gewinnsumme – von fast 43 Millionen Euro – erschien auf einem Bildschirm“, beschreibt der 26-Jährige gegenüber der britischen Tageszeitung „Daily Mail“ die Situation. „Ich war so überglücklich und in meinem Kopf fing ich an auszurechnen, was ich mit dem Geld alles machen könnte.“ Doch die Freude wehrte nur kurz und wich maßloser Enttäuschung, denn die Casino-Betreiber erkannten den Gewinn ab und verweigern die Auszahlung des millionenschweren Jackpots.Laut dem Sprecher des Casinos Austria Herrn Martin Himmelbauer handle es sich um einen IT Fehler, der immer wieder in unterschiedlichen Spielbanken weltweit auftrete. „Technik ist halt einfach nicht unfehlbar“. „Software-Fehler“: Casino verweigert Mann Millionen-Jackpot (Bild: thinkstock) Nach Meinung der Betreiber von Casinos Austria war der Jackpot an dem Spielautomaten nur durch einen technischen Software-Fehler hervorgerufen worden. Die Vertreter der Spielbank blieben aber hart und argumentieren: „Es war ein Softwarefehler, der irrtümlich den Gewinn anzeigte.“ In der Tat wurden laut „Daily Mail“ nur vier der eigentlich fünf erforderlichen gleichen Symbole angezeigt, als der Jackpot ausgelöst wurde. Das belegen auch Videoaufnahmen, die Merlaku selbst von dem Ereignis gemacht hatte. Einen technischen Defekt in der Software will der Mann allerdings nicht ohne Weiteres hinnehmen und strebt nun rechtliche Schritte gegen das Casino Bregenz an. Nach Ansicht von Merlakus Anwälten steht ihrem Mandanten der Jackpot zu, da er von dem Automaten angezeigt wurde. Laut den Anwälten von Merlaku gab es bereits früher schon Vorfälle in Südafrika sowie in Amerika in den Jahren 2003 und 2008 und die Firma Atronic System hätte darauf hingewiesen, dass die Software fehlerhaft wäre. Bis heute hat keine unabhängige Überprüfung des besagten Spielautomaten stattgefunden und die Casinobetreiber weigern sich bislang, jegliche Verantwortung für den Computerfehler zu übernehmen, heißt es. Allerdings wurde der Spieautomat laut Casinos Austria inzwischen ersetzt und Himmelbauer betont, dass Casinos Austria nur geprüfte und zugelassene Automaten in Betrieb hätte. Desweiteren führt das Casino-Unternehmen laut „Daily Mail“ neben dem angeblichen technischen Softwarefehler außerdem an, dass nach österreichischem Recht Jackpot-Gewinne in den Casinos in der Regel nicht höher als 2 Millionen Euro sein dürfen. Hausverbot für Merlaku Als Merlaku das Entschädigungsangebot ausschlug, sei er aus dem Casino geschmissen worden. „Nachdem klar war, dass es sich um einen technischen Defekt in der Software handelte, war Herr Merlaku sehr erzürnt und wollte sich nicht einmal mehr den Rest des Einsatzes von 70 Euro auszahlen lassen. Er wurde ungehalten und Casino Austria hat ihn daraufhin aussperren lassen.“ so Himmelbauer. Der Schweizer hat inzwischen einen österreichischen Anwalt eingeschaltet und bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet: „Das Casino antwortete mit Hausverbot“. Rechtsanwalt prüft zivilrechtliche Klage „Nun muss halt ein Richter klären, wer im Recht ist.“ empört sich Merlaku. Da er das Ganze nicht für ein Missverständnis hält, bereitet er zusammen mit seinen Anwälten eine zivilrechtliche Klage vor. In welcher Höhe man eine etwaige Klage ansetzen wolle ist bislang nicht bekannt. „Klar ist allerdings, dass sich Casinos Austria nicht einfach davonstehlen könne“, so der Rechtsvertreter von Merlaku. Eine erste Anhörung in diesem Fall ist für den 10. Januar 2012 angesetzt.     TweetAndere Websites zum gleichen Thema Prozess um 43 Mio-Jackpot (oe24.at)